Osterbrunnen 5

Osterbrunnen in Bad Reichenhall

Osterbrunnen am Florianiplatz.

Einen Osterschmuck der besonderen Art entsteht seit 2001 alle zwei Jahre in Bad Reichenhall. Der Brunnen am Florianiplatz im Herzen der Altstadt wird von der Initiative Altstadt, gemeinsam mit vielen Helfern, mit tausenden echten Eiern, Girlanden und Frischblumen prachtvoll verziert.

Bildzauber Bgl – Fotografie sowie der Fernsehsender RTS durften beim traditionellem Schmücken dabei sein.

In monatelanger Vorbereitung werden die zerbrechlichen Unikate mit immer wieder neuen Mustern bemalt. Damit das Gesamtkunstwerk entstehen kann, müssen aber noch viele Meter Girlanden um ein Metallkonstrukt gebunden werden. Die Krone ist jedes mal mit 500 Eiern andersfarbig gestaltet. Darauf abgestimmt wird dann das Farbspiel, welches sich mit über dreitausend bunt bemalten Eiern als Gesamtkonzept harmonisch an die Krone anschließt und die zahlreichen Besucher immer wieder neu überrascht.Zur Eröffnung findet traditionell am verkaufsoffenen Sonntag, den 7. April von 11 -17 Uhr der Palmbesenmarkt mit Kunsthandwerk fürs Osternest, Palmbesen und -buschen binden sowie Dekorationen und Leckereien zur bevorstehenden Osterzeit rund um den Brunnen statt.

Krampus

Krampus und Perchten

Ein altes Brauchtum, das mit viel Leidenschaft und Aufwand gepflegt und weitergegeben wird, dreht sich um die gruselige Gestalt des Krampus. Der „Kramperl“

Archaisch ist das Brauchtum, für das sich ab dem 17. Jahrhundert auch Belege finden allemal. Schon damals zog der Heilige Nikolaus in Begleitung der Schreckgestalten von Haus zu Haus und bat um Einlass. Während die braven Kinder vom Nikolaus beschenkt wurden, bestraften die teuflischen Begleiter die bösen Kinder. Diese Hausbesuche des Nikolaus gibt es auch heute noch.So ziehen ganze Passen – also der Nikolaus in Begleitung von Kramperl, Hex, Engerl und Korbträger – über Land, um bei Familien an die Tür zu klopfen.

bildzauber-Romy Schneider Museum

Romy Schneider 80. Geburtstag

Mythos:

Auch Jahrzehnte nach ihrem Tod fasziniert Romy Schneider die Medien und das Publikum. Im Zusammenhang mit ihrer Person wird deshalb häufig von einem „Mythos“ gesprochen. Als Gründe für diese anhaltende Faszination werden ihre zeitlose Schönheit, die herausragende schauspielerische Leistung und ihr leidenschaftliches Streben nach beruflicher Anerkennung genannt. Auch ihre verzweifelte Suche nach dem privaten Glück und ihr früher Tod tragen zur Legendenbildung bei.
Die Karriere der Schauspielerin dauerte fast 30 Jahre. Im Laufe dieser Zeit wandelte sich ihr Image, im Einklang mit ihrer Rollenwahl, vom Wiener Mädel über die schicke Pariserin und Femme fatale zur gereiften Dame von Welt. In ihren frühen Filmen der 1950er Jahre verkörperte sie stets den süßen, verliebten Backfisch und spielte sich als „Sissi“ in die Herzen eines Millionenpublikums. Um dem Bild des wahr gewordenen Prinzessinnentraums zu entfliehen, ging Romy Schneider nach Paris, wo sie ihr Äußeres in Coco Chanels berühmtem Atelier in der Rue Cambon verändern ließ. „Ich will ganz französisch sein in der Art, wie ich lebe, liebe, schlafe und mich anziehe“, kokettierte sie damals. Die Modeschöpferin stylte sie zu einer modernen, mondänen und verführerischen Frau und die französische Presse bemerkte bald: „Vom Deutschen hat diese junge Pariserin nichts mehr, keinen Akzent mehr, oder doch sehr wenig, keinen Appetit mehr, keinen schlechten Geschmack mehr … Die Metamorphose ist total.“

 

Auf der Leinwand zeigte sie ab den 1960er Jahren vermehrt nackte Haut und verkörperte geheimnisvolle, verruchte oder provokante Charaktere. In Interviews und für Magazinfotos gab sie sich verführerisch und begann mit zunehmender Erfahrung, sich gezielt zu inszenieren. So posierte sie 1964 – wenige Monate nach der Trennung von Alain Delon – für den Fotografen Will McBride in einem Pariser Hotelzimmer. Die bei diesem Fotoshooting entstandenen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die in der Jugendzeitschrift twen veröffentlicht wurden, zeigen viele Facetten der Künstlerin: auf einigen wirkt sie verletzt, nachdenklich und traurig, auf anderen zeigt sie sich selbstbewusst und neuen Lebensmut ausstrahlend.
In ihren Filmen der 1970er verkörperte sie oft den gleichen Typ Frau: verletzlich, gedemütigt, ein Opfer, nahe dem Nervenzusammenbruch. Hildegard Knef beschrieb ihre Kollegin damals mit den Worten: „Mehr und mehr entblättert sich ein Bündel brachliegender Nerven, unkontrollierbarer Emotionen. Selbstironie scheint Furcht einflößend und weitab von ihrem Sprachschatz, Denken, Fühlen. Sie erinnert an die Monroe. Widerborstiger, angriffsbereiter als jene, doch gleichermaßen verwundbar-wankelmütig.“ Die Theatralik ihrer Rollen spiegelte sich auch in ihrem Aussehen wider: dunkles Make-up, stark geschminkte Augen und straff aus dem Gesicht gekämmte, den markanten Haaransatz betonende Frisuren wurden ihre Markenzeichen.

Leben:

Bürgerlich Rosemarie Magdalena Albach, vier Wochen nach Romys Geburt brachten die Eltern sie nach Schönau am Königssee, wo sie und später ihr Bruder Wolf-Dieter bei den Großeltern Franz Xaver und Maria Schneider auf dem Landgut Mariengrund aufwuchsen. Romy wurde im September 1944 in die Volksschule von Schönau eingeschult und besuchte ab Juli 1949 das Mädcheninternat auf Schloss Goldenstein, eine private Hauptschule der Augustiner-Chorfrauen B.M.V. in Elsbethen nahe Salzburg. Schon während ihrer Schulzeit entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Schauspielerei, weshalb sie häufig bei Theateraufführungen des Internats auf der Bühne stand. Früh in den 1950 Jahren begann sie Ihre Rollen zu spielen, wie „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“mit Götz Georg und Willy Fritsch.

Filme:

Es folgten einige, sehr bekannte Filme von Romy. Bis es zur Sissi Trilogie kam. Im August 1955 begannen die Dreharbeiten zu Sissi I. Sie wollte schon den zweiten und auch 1957 gedrehten Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin nicht mehr spielen. Nur mit wieder willen drehte sie den letzten Teil noch ab Im Gegenzug gelang es ihr, mit Robinson soll nicht sterben (1957) einen ihrer Lieblingsstoffe auszuhandeln. An der Seite von Horst Buchholz spielt Romy in dem Film die Tochter einer Baumwollspinnerin aus der Unterschicht und grenzte sich damit deutlich von ihren zuvor gespielten Rollen ab. Im Vorfeld wurde befürchtet, dass das Publikum Romy in dieser Rolle nicht akzeptieren würde, was sich letztlich als unbegründet erwies.

1957 bereiste Romy Schneider mit Mutter, Stiefvater und neun weiteren Personen Indien und Ceylon. Von 1958 begab sich Romy zusammen mit ihrer Mutter für eine dreiwöchige Reise nach New York City und Hollywood. Anlass war die New Yorker Premiere ihres Films Mädchenjahre einer Königin, den die Walt Disney Company unter dem Titel The Story of Vicky in die US-amerikanischen Kinos brachte. Romy gab zahlreiche Interviews in Rundfunk und Fernsehen, wurde von den großen Hollywood-Studios empfangen und pflegte Kontakte zu Kollegen wie, Curd Jürgens und Sophia Loren.
Zurück von Hollywood verfilmte Romy „Christine“ Ihre Gage betrug 500.000 DM womit sie die bestbezahlteste Schauspielerin Deutschlands war. Ihr Filmpartner war der unbekannte Alain Delon. Sie wurden auch im wahren Leben ein Paar und Alain nahm sie 1958 mit nach Paris, mit ihren 20 Jahren.
Die erfolgsverwöhnte Romy erhielt keine Rollenangebote mehr, während Alain Delon gleichzeitig zum Weltstar avancierte. „In Deutschland war ich abgeschrieben, in Frankreich war ich noch nicht ‚angeschrieben‘. Doch dann hatte sie eine Chance mit dem Stück“ Schade, dass sie eine Dirne ist, wurde mit Alain Delon im Theatre de Paris aufgeführt. Wo unter anderem Ingrid Bergman, Shirley MacLaine im Publikum saßen. Es wurde ein großer Erfolg.
Es folgten Filme
Boccaccio 70(1962), Der Prozeß(1962), Die Sieger(1963), Der Kardinal(1963)
Im Herbst 1963 flog Romy nach Los Angeles, um ihren ersten Hollywood-Film Leih mir deinen Mann an der Seite von Jack Lemmon zu drehen. Doch während sich ihre Karriere positiv entwickelte, brach zeitgleich das bis dato für sie „scheußlichste Jahr“.ihres Privatlebens an: Die Beziehung zu Delon ging in die Brüche. Aus der Zeitung erfuhr sie von seiner Affäre mit der Schauspielerin Nathalie Barthélemy.
1965 lernte sie Ihren neuen Mann und Vater von Davis kennen und zog wieder nach Deutschland/Berlin. Dort drehte sie wieder ein paar Filme.

Familie:

Nach der Geburt von Ihrem ersten Kind spielte Romy wieder mit Alain Delon in Schwimmingpool (1969), es wurde ein großer Erfolg. Danach kamen Inzest(1970), Die Dinge des Lebens(1970),
In den 1970er Jahren drehte Romy Schneider überwiegend in Frankreich, wo sie zu einer Grande Dame des französischen Films avancierte. Zu Beginn des neuen Jahrzehnts entstanden gleich mehrere Filme mit ihr in der Hauptrolle: Nach Die Geliebte des Anderen (1970) kamen im Jahr 1971 die Filme Bloomfield, La Califfa sowie Das Mädchen und der Kommissar in den Verleih. Außerdem stand sie zum dritten Mal mit Alain Delon für den Historienfilm Die Ermordung Trotzkis vor der Kamera, der in Deutschland unter dem Titel Das Mädchen und der Mörder erschien. Sie beteiligte sich zudem an der von Alice Schwarzer initiierten Medien-Aktion „Wir haben abgetrieben!“, zu der sich in der Zeitschrift Stern 374 Frauen bekannten.

 

1973 beschlossen Romy und Meyen, sich zu trennen; sie lebten wegen seiner beruflichen Verpflichtungen inzwischen in Hamburg. Schneider zog daraufhin mit ihrem Sohn zurück nach Paris. Künstlerisch stand sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Sie konnte ihre Rollen frei wählen und arbeitete mit bedeutenden Regisseuren und Schauspielerkollegen wie Richard Burton, , Klaus Kinski und Jane Birkin zusammen.
Die Ehe mit Harry Meyen wurde am 8. Juli 1975 geschieden. Zu diesem Zeitpunkt war Romy bereits mit ihrem Privatsekretär Daniel Biasini liiert. Am 18. Dezember 1975 gab sie dem elf Jahre jüngeren Biasini in Berlin das Ja-Wort.Sie drehte wieder mit Sautet (Mado, 1976) und spielte in der Verfilmung von Heinrich Bölls Roman Gruppenbild mit Dame die Rolle der Leni Gruyten. Am 21. Juli 1977 kam ihre Tochter Sarah Magdalena Biasini in Gassin zur Welt. Im selben Jahr wurde ihr für Gruppenbild mit Dame (1977) das deutsche Filmband in Gold in der Kategorie Beste darstellerische Leistung verliehen.

Die letzten Jahre:

Im Frühjahr 1980 drehte Schneider den Spielfilm Die Bankiersfrau, Die zwei Gesichter einer Frau 1981, Ihr vorletzter Film Das Verhör kam am 23. September 1981 – Schneiders 43. Geburtstag – in die französischen Kinos.
Auch die Ehe mit Biasini war in eine Krise geraten, die sich nicht bereinigen ließ, so dass Romy im Mai 1981 die Scheidung einreichte. Im selben Monat unterzog sich die Schauspielerin außerdem einer schweren Operation: Wegen eines gutartigen Tumors musste ihr die rechte Niere entfernt werden. Ihr größter Schicksalsschlag ereilte sie jedoch im Sommer 1981. Am 5. Juli starb ihr vierzehnjähriger Sohn bei dem Versuch, über den Zaun auf das Grundstück von Biasinis Eltern zu gelangen. Er hatte beim Klettern das Gleichgewicht verloren und war im Fallen von einer Metallspitze des Zauns aufgespießt worden. Kurz darauf im Oktober 1981 in Berlin erschien Romy zu den Dreharbeiten ihres letzten Films: Die Spaziergängerin von Sans-Souci.

 

Nach den Dreharbeiten begab sich Romy mit ihrem neuen Lebensgefährten, dem französischen Filmproduzenten Laurent Pétin, auf die Suche nach einem Haus auf dem Land, wo sie sich endgültig niederlassen und zur Ruhe kommen wollte. Im März 1982 wurden sie in Boissy-sans-Avoir, Département Yvelines, 50 Kilometer außerhalb von Paris fündig. Im April 1982 fand die Premiere von Die Spaziergängerin von Sans-Souci statt. Romys schauspielerische Leistung wurde als herausragend gefeiert und sie erhielt eine Nominierung für den César als beste Hauptdarstellerin. Am 9. Mai 1982 flog sie mit Pétin zu ihrem Vermögensverwalter nach Zürich, denn es gab Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Landhauses. Obwohl Schneider mit ihren Filmen ein Vermögen verdient hatte, stand sie am Ende ihres Lebens vor einem Schuldenberg: Hans Herbert Blatzheim, der bis zu seinem Tod im Mai 1968 die Gagen seiner Stieftochter verwaltete, hatte ihre gesamten Einnahmen veruntreut. Harry Meyen war nach der Scheidung eine Abfindung von über einer Million Mark gezahlt worden Daniel Biasini hatte ebenfalls auf Kosten der Schauspielerin ein Luxusleben geführt und zu guter Letzt verlangte das französische Finanzamt Nachzahlungen in Millionenhöhe. In Zürich verfasste sie am 10. Mai 1982 ihr Testament, in dem sie alles ihrer Tochter und Pétin hinterlässt.
Am Abend des 28. Mai 1982 in Paris waren Romy und ihr Lebensgefährte bei dessen Bruder zum Essen eingeladen. Auf dem Heimweg in ihre gemeinsame Wohnung in der Rue Barbet de Jouy 11 sprachen sie über ihre Wochenendpläne. Zu Hause angekommen, wollte Romy noch etwas länger aufbleiben, um Musik zu hören. Am frühen Morgen des 29. Mai 1982 fand Pétin die Schauspielerin leblos zusammengesunken an ihrem Schreibtisch.

In Interviews schlossen ihr Leibfotograf und ihr Manager Suizid aus und beriefen sich auf ein in Vorbereitung befindliches Filmprojekt mit Alain Delon und ihren Plan, aufs Land zu ziehen. In der Presse dagegen wurde Romy Schneiders Tod zunächst meist als Suizid interpretiert, im Totenschein ist jedoch nur Herzversagen als Todesursache angegeben, was später zum Teil als „Tod an gebrochenem Herzen“ verklärt wurde, letztlich aber keinen sicheren Schluss auf die Todesumstände zulässt. Dass die Schauspielerin den Konsum von Alkohol, abendlichen Schlaf- und morgendlichen Aufputschmitteln entgegen ärztlicher Anweisung auch nach ihrer Operation nicht aufgegeben hatte, galt als bekannt. Eine Obduktion fand nach Aussage des zuständigen Staatsanwalts Laurent Davenas nicht statt. Nach Angaben des Leichenbeschauers war Fremdverschulden als Todesart eindeutig auszuschließen und der Staatsanwalt gab der Pietät gegenüber ihren Angehörigen den Vorzug vor einer Obduktion mit zu erwartendem Resultat.
Romy wurde auf dem Friedhof von Boissy-sans-Avoir beigesetzt. Auf Veranlassung von Alain Delon, der ihre Beerdigung organisiert hatte, wurde ihr Sohn vom Friedhof in Saint-Germain-en-Laye in das Grab seiner Mutter umgebettet.

Textnachweis: Bildzauber Berchtesgadener Land Fotografie, Wikipedia, Alice Schwarzer – Mythos und Leben
Fotonachweis: Bildzauber Berchtesgadener Land Fotografie
Romy Schneider Ausstellung – Schönau am Königsee