Krampus

Krampus und Perchten

Ein altes Brauchtum, das mit viel Leidenschaft und Aufwand gepflegt und weitergegeben wird, dreht sich um die gruselige Gestalt des Krampus. Der „Kramperl“

Archaisch ist das Brauchtum, für das sich ab dem 17. Jahrhundert auch Belege finden allemal. Schon damals zog der Heilige Nikolaus in Begleitung der Schreckgestalten von Haus zu Haus und bat um Einlass. Während die braven Kinder vom Nikolaus beschenkt wurden, bestraften die teuflischen Begleiter die bösen Kinder. Diese Hausbesuche des Nikolaus gibt es auch heute noch.So ziehen ganze Passen – also der Nikolaus in Begleitung von Kramperl, Hex, Engerl und Korbträger – über Land, um bei Familien an die Tür zu klopfen.

Die Ausrüstung des Krampus gibt der Brauch vor: Ein Fellanzug – meist aus Goaß- oder Schaffell. Große, schwere Rumpelglocken, die an einem breiten Ledergurt um die Körpermitte getragen werden. Eine Rute aus dünnen Birkenzweigen oder ein Kuhschweif. Und natürlich die kunstvoll geschnitzte Maske. Jede Pass allerdings hat heute ihre eigene Stilrichtung und mal sind die Masken modern und zombiehaft.

Ein Percht ist kein Krampus – auch wenn Ähnlichkeiten durchaus bestehen. Und nachdem der Krampus nur bis 6. Dezember, der Percht aber erst ab Weihnachten unterwegs ist, ist auch eine Verwechslung kaum möglich. Der Name leitet sich von der Sagengestalt „Perchta“ ab. Als Schön- und Schiachperchten ziehen sie mit dem Spruch: „An Friedn, an Reim und an Gsund“ in den Raunächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag durchs Land. Sie sollen mit lautem Glockengeläut den kalten und dunklen Winter austreiben und böse Geister verjagen.

Sie führen mit wertvollen Gewändern und in Begleitung von Zapfenmandl, Krapfenschnapper, Habergoaß, Lappin und anderen Perchten ihre mystischen Tänze auf.