Die 12 Rauhnächte

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Vom 25. Dezember bis zum 6. Januar jeden Jahres gibt es die zwölf so genannten Rauhnächte. Die zwölf ergibt sich aus den 6 letzten Tagen (Nächten) des Alten und den 6 ersten des Neuen Jahres.Alles was uns an einem dieser Tage oder Nächte begegnet, passiert oder auch als Idee einfällt, kann sich im entsprechenden Monat erfüllen – so steht also der 25.12. und die Nacht vom 25. auf den 26.Dezember für den Januar des kommenden Jahres – usw. In der Weihnachtszeit wird damit orakelhaft das kommende Jahr abgelesen, darum werden die 12 Raunächte zwischen dem 25.12. und 6.1.

  1. Weißer Salbei

    Wichtig an diesem Abend darf alles gründlich mit Ritualkräutern durchgeräuchert werden: Haus oder Wohnung. Damit vertreibt man böse Geister, damit sie nicht die nahende ‘heilige Zeit’ stören..

    Fantasy girl taking magic light. Mysterious night scene

    Licht und Liebe im Herzen

    Diese Zeit ist von großer magischer Kraft. Das liegt daran, dass sie sozusagen außerhalb unserer “normalen Zeit” befindlich ist.

    Perchten vertreiben.

    Es handelt sich also um 11 Tage und 12 Nächte, die quasi nicht existent sind….Von der Energie her ähnlich sind auch andere “Zwischenzeiten”, zum Beispiel Morgen- und Abenddämmerung. Also Zeiten, die weder dem Tag noch der Nacht zuzuordnen sind. Natürlich zählen auch die Sonnenwenden dazu, Zeiten also, in denen weder Frühling noch Winter herrscht etc. Die Zeitspanne, in der die Rauhnächte angesiedelt sind, dürften die längste “Zwischenzeit” sein, die wir kennen.

    Die Tore zur anderen Welt stehen weit offen. Es ist die Zeit der Rückverbindung zu den Ahnen, die Verbindung zu den Lichtwesen, Engeln, Erzengeln und der Götter. Es ist die Zeit der  Orakel, Weissagungen, Vertreibung, der Auflösung, und des Neubeginns, die Zeit sein Schicksal neu zu gestallten. Bei den alten Druiden war dies die Zeit der mächtigen Rituale. Denn Rituale in dieser Zeit gewirkt, sind besonders stark und wirkungsvoll.

    Begehen wir die Rauhnächte wachsam und vorsichtig, denn Sie beherbergen das ganze kommende Jahr in sich.

    Die Rauhnächte existieren in der Überlieferung und im heimischen Brauchtum seit langer Zeit und kommen aus germanischer Tradition. Sie werden als symbolische Tage des Übergangs – wie z.B. vom Leben zum Tod und umgekehrt (Neu- und Wiedergeburt) gesehen – also auch als eine Art Zeit der Auf- oder Abrechnung über die Taten des vergangenen Jahres (Lebens).

    An diesen Tagen darf man sich besinnen und auf jeden Fall eine Neubestimmung oder weiterführende Pläne für das neue Jahr (Leben) finden und abschicken.

    Natürlich ist vor allem auch die Nacht vom 24. auf den 25.12. besonders heilig und bedeutungsschwer. So können in dieser Nacht die Tiere zu uns sprechen. Und: In dieser Nacht sind Rituale und Orakel, die mit Glück und Geld zu tun haben, besonders sinnvoll.

    Die Nacht vom 31.12. zum 1.1. hat die stärkste Wahrsagewirkung – und auch sie hat (so wie die Thomasnacht) mit Liebe, Ehe, Familie zu tun. Die Nacht vom 5. zum 6.1. ist dann besonders wichtig, um Überflüssiges, unnötig Altes oder Belastendes aus dem vergangenen Jahr zu versöhnen.

    Daher der Brauch, spätestens am 6. Januar jede Weihnachtsdekoration, den Christbaum usw. zu entsorgen. Die bösen Geister der Vergangenheit kann man in dieser Nacht gut vertreiben und gleichzeitig gute Kräfte für das Neue Jahr beschwören. In dieser letzten Rauhnacht, sagt der alte Brauch, soll man eine Zeitlang alle Fenster öffnen, die bösen Geister hinaus schicken und die guten herein bitten.     .